16Oktober2021

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Was sind Vitamine fürs Herz? Zusätzlich zur physischen Hilfe ist für uns die geistige Unterstützung ebenso von großer Bedeutung. „Vitamine fürs Herz“ ist der Titel einer Reihe, in der wir monatlich neue Beiträge veröffentlichen. Die Vitamine sind Zusammenstellungen aus Textauszügen, die wir mit freundlicher Genehmigung der Autoren auf unserer Webseite präsentieren dürfen. Da wir von Lesern so gute Reaktionen darauf bekommen, möchten wir sie hier teilen und hoffen, dass sie so auch vielen anderen große Freude bringen können.
Vitamine fürs Herz

20-jähriges Jubiläum - Aktive Direkt Hilfe e. V.

ADH feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Es war eine aufregende Reise, die uns von Guinea im Jahr 2000 (Foto 1), in der Zeit, als Lenka in Nigeria arbeitete (Foto 2), über Sambia 2001 (Foto 3), Kamerun 2002/2003 (Foto 4), bis in die DR Kongo ab 2003 (Foto 5), kurz nach dem großen Krieg dort, führte. Aus gesundheitlichen Gründen mussten wir 2005/2006 mehr als ein Jahr in Südafrika verbringen (Foto 6). Danach kehrten wir 2007 in den Kongo zurück (Foto 7).

Im Jahr 2011 verlagerten wir den Schwerpunkt unserer Arbeit auf das Land, wo die Not viel größer ist als in der Stadt. Von 2011-2016 bauten und unterstützten wir unsere erste Schule im Landesinneren in Mushapo (Fotos 8-11). In dieser Zeit erhielten mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler (Fotos 12 & 13) in unserer Schule kostenlosen Unterricht, was zu dieser Zeit im Kongo ungehört war.

Im Jahr 2017 kam es in der Provinz Kasai, in der sich unsere Schule befindet, wegen nationaler und internationaler Kräfte, die sich für die dortigen Bodenschätze interessierten, zu schrecklichen Unruhen. Die meisten unserer Lehrer und Schüler mussten mit ihren Familien nach Tshikapa fliehen, wo sie ein neues Leben aus dem Nichts stampfen mussten. Seitdem unterrichten Schuldirektor Pierre und sein Lehrerteam unsere Schülerinnen und Schüler nachmittags in einem gemieteten Schulgebäude (Foto 14), während die Schüler/innen des in Mushapo verbliebenen Tshokwe-Stammes ihren Unterricht in unseren dortigen Schulgebäuden fortsetzen (Foto 15).

2017 haben wir ein neues Schulprojekt ins Leben gerufen, diesmal in Mabala, in der Region Mai Ndombe (Fotos 16 & 17). Gegenwärtig besuchen 276 Schülerinnen und Schüler diese eiterführende Schule mit dem Namen ITAV ADH Mabala (Agro-Veterinär Schule) von der 7. bis zur 9. Klasse und erhalten kostenlosen Unterricht. Die Schule wurde im Jahr 2018 eröffnet und steht Kindern der örtlichen Bantu- (Mehrheit) und Pygmäen-Stämme (Minderheit, Randgruppe) offen. In der 9. Klasse erhalten 26 Schüler eine landwirtschaftliche und 20 eine Veterinär-Ausbildung. Schuldirektor Philemon arbeitet mit der vom Bildungsministerium für diesen Schultyp vorgeschrieben Anzahl von 15 Lehrern zusammen.

Zur Unterstützung der Schule haben wir ein Landwirtschaftsprojekt und eine kleine Hühner- und Kaninchenzucht (Fotos 18 - 21) gestartet sowie eine kleine Baumschule für 1100 Palmnüsse (Foto 22) für eine Palmölplantage angelegt, die 7 ha unseres 40 ha großen Grundstücks umfassen soll. Die Organisation PIREDD, welche die Palmnüsse gespendet hat, wird den Unterhalt der Plantage 16 Monate lang mit ca. 100 Dollar pro Monat unterstützen. Der Ertrag der Bäume soll der Schule zugutekommen.

Weitere Einzelheiten über unsere Aktivitäten stehen in den Berichten der letzten 20 Jahre unter diesem Link. Foto 23 zeigt die Standorte unserer Projekte.

All dies war eine Reihe von Wundern, da wir vollzeitig und ehrenamtlich arbeiten. Gewöhnlich kommen wir auf dem Flughafen eines neuen Landes mit sehr begrenzten Finanzen an und kennen oft niemanden dort. Wir schließen Freundschaften, recherchieren den größten Bedarf und tun unser Bestes, diesen zu decken. Nach einiger Zeit sehen wir die guten Ergebnisse unserer Arbeit. Wir sind äußerst dankbar für unsere treuen Teammitglieder, Freunde und Unterstützer, die diese Errungenschaften möglich gemacht haben.

Wir hatten unseren Anteil an Rückschlägen und Hindernissen, aber wie bei einer Geburt, wer will schon über die Entbehrungen und Geburtswehen sprechen, die eine Mutter ertragen muss, um den Moment zu erreichen, wenn sie das Baby dankbar im Arm hält. Alles, was im Leben etwas wert ist, ist ein Ringen. Die Arbeit in Afrika bringt so viele unvorstellbare Herausforderungen mit sich, dass es ein Wunder ist, wenn schließlich doch etwas erreicht wird. Dazu bedarf es des direkten Eingreifens Gottes, dem wir dafür unseren größten Dank aussprechen möchten.

Lasst uns alle weiterhin unseren Teil dazu beitragen, einen Teil der Welt zu verändern – wobei Liebe unsere Motivation und die wichtigste Zutat bei all dem darstellt. Wir hoffen, weiterhin ein Segen für alle sein zu können, die unsere Hilfe benötigen, und dass wir einen guten Einfluss auf die Menschen haben, denen wir begegnen.

Vielen Dank für euren wichtigen Anteil an unserer Arbeit. Wir wünschen Euch alles Gute – privat und in Eurer Arbeit,

mit besten Grüßen von Herzen,

Wolfgang, Lenka und Team

Copyright © 2020 Text: Wolfgang Schmidt; Bild: Aktive Direkt Hilfe e. V.

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8. Ziegel aus lokalem Lehm in Mushapo geformt19. Erdnussfeld hinter der Schule21. Naturdünger Herstellung 2. Lenka aktiv bei Sanitätseinsätzen in Nigeria4. Unser zweiter Container: Douala in Kamerun 7. Oben: Lenka verteilt Schuhe in Mokali im Kongo3. Maisverteilung in Sambia12. Angela mit ca. 500 Schülern auf dem Schulhof in Mushapo 14. Direktor Pierre mit Schülern der Mushapo-Schule in angemieteten Schulräumen in Tshikapa5. Dritter Container: Kinshasa im Kongo 6. Links: Wolfgang besucht eine Schule in S. Afrika18. Schüler ernten Gemüse17. 276 Schüler, 15 Lehrer, 6 Klassenzimmer, 40 ha Land für Landwirtschaft1. Wolfgang und Marianne mit unserem 40-Fuß-Container im Hafen von Conakry in Guinea10. Unser Manager Jean beaufsichtigt den Bau 13. Kinder, dankbar für kostenlosen Unterricht9. Ofen aus Ziegeln auf der Baustelle errichtet11. Prof. Mpona mit Vorarbeitern am fast fertigen Gebäude16. Schulschild ITAV ADH Mabala15. Mushapo-Schule nach den Unruhen dort23. Standorte unserer Schulprojekte22. Agronom Philemon (rechts) errichtete diese Palmölbaumschule 20. Hühnerhof der Schule



 Kinshasa wächst an allen Ecken und Enden, da sich die Landflüchtigen dort niederlassen und auf ein besseres Leben hoffen. Doch stattdessen wachsen die Probleme in der Stadt! 

Der Verstädterung entgegenwirken – Hilfe für die Dörfer

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