08Mai2021

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Schulbau
Schulbau

Schulbau

Bis zum Start unseres Schulprojekts Anfang 2011 hatte das Dorf Mushapo keine eigene Schule. Damit den Kindern der tägliche weite Fußweg in die Nachbardörfer erspart bleibt und zudem mehr Kinder eine gute schulische Ausbildung bekommen können, hat sich ADH die Realisierung des Schulprojekts in Mushapo zum Ziel gesetzt. Das Schulprojekt ist nachhaltig angelegt: Mit mehreren Schulgebäuden und hellen geräumigen Klassenzimmern aus soliden langlebigen Materialien soll in einem sicheren Gebäude der Schulbetrieb dauerhaft, bei jeglicher Wetterlage gewährleistet werden. Zudem können in der ländlichen Region wichtige neue Arbeitsplätze durch den Schulbau und den Schulbetrieb geschaffen werden.

Nov 2014

Wir können endlich weiterbauen

Die Bauarbeiten an unserem dritten Gebäude sind wieder voll im Gange. Auf dem bereits bestehenden Holzgerüst werden die Blechteile für das Dach verlegt und befestigt, die Gräben für das Fundament gezogen und ausgehoben und weitere Ziegelsteine für das Mauerwerk gefertigt. Leider verloren wir durch den Baustopp 70 Säcke Zement, da dieser unter den feuchten Klimabedingungen nach einem halben Jahr ausgehärtet ist. Neuen Zement holen wir in Angola, da dieser dort etwas günstiger ist, als in Tshikapa. Daher fuhr Jean an die angolanische Grenze und kaufte den benötigten Zement, der dann mit Lastenfahrrädern nach Mushapo gebracht wird. Mit jeweils 5 Säcken pro Lastenfahrrad wird der Zement eine Strecke von 100 Km befördert und kann nach 4 bis 5 Tagen auf unserer Baustelle in Mushapo in Empfang genommen werden.
Wir können endlich weiterbauen
Nov 2014

Ende des Baustopps – Kleiner Sieg über die Korruption

Bislang waren alle Versuche erfolglos: selbst der Gouverneur der Region West-Kasai konnte Chef Mungamba von seiner Forderung nach der Hälfte unserer Baumaterialen und viel Geld nicht abbringen. André organisierte ein Treffen mit dem Bildungsminister Herrn Maker Mwumba, der selbst aus Tshikapa stammt und die Situation vor Ort gut kennt. Seiner Ansicht nach fehlen Schulen besonders in dieser Region des Kongos, wo viele Menschen nomadisch leben. Insgesamt wirken sich diese Gegebenheiten negativ auf den Bildungsstand der Kinder aus, weshalb er unser Engagement mit Nachdruck begrüßt. Der Bildungsminister war schockiert über das Verhalten von Chef Mungamba, schaltete sich ein und nach einer Woche wurden alle unsere beschlagnahmten Baumaterialien zurückgegeben. Jetzt kann es endlich weitergehen. Kurz darauf erkundigte sich der Minister eigenständig nach der Situation vor Ort – Ein Mann mit Vision!
Ende des Baustopps – Kleiner Sieg über die Korruption
Okt 2014

Neuer Rückenwind durch die Dorfgemeinschaft

Seitdem der traditionelle Grand Chief mit seiner Forderung nach einer absurd hohen Zahlung von ‚Bestechungsgeldern‘ einen Baustopp unseres dritten Schulgebäudes erwirkte, lernten wir neue Wege zu beschreiten um gegen Korruption und den Mangel an Vision für Entwicklungen anzugehen. Mittlerweile ist der Unmut der Dorfbevölkerung von Mushapo über das Verhalten des Grand Chiefs so stark ist, dass die Dorfbewohner selbst auf verschiedenen Wegen versuchen auf Chef Mungamba einzuwirken. Zum Beispiel drängte der neue Leiter des Eltern Komitees unserer Schule Chef Muyeji dazu, seinen Vorgesetzen (Chef Mungamba) anzurufen und ihm nachdrücklich die Stimmung im Dorf nahezulegen, nämlich, dass der Schulbau unverzüglich weitergehen soll. Unterdessen besuchte der Administrator der Region Kamonia unsere Schule in Mushapo. Als er von diesem Disput hörte und zudem sah, dass wir inzwischen rund 70 Säcke mit mittlerweile ausgehärtetem Zement verloren haben, versprach auch er auf den Grand Chief einzuwirken. Es ist großartig zu sehen, wie auch die lokale Bevölkerung für das, was richtig ist, aufsteht und sich einsetzt.
Neuer Rückenwind durch die Dorfgemeinschaft
Sep 2014

Viele helfende Hände – wir hoffen auf Besserung

Da sich der Grand Chief aus Mungamba noch immer nicht einsichtig zeigt und somit der Baustopp weiterhin anhält, versuchen wir nun von allen Seiten aus die Situation so schnell wie möglich zum guten zu wenden und den Grand Chief zum einlenken zu bewegen: Gilbert telefonierte mit Chef Mungamba, jedoch besteht dieser weiterhin auf die Zahlung von ‚Bestechungsgeldern‘. Einen weiteren Versuch startete Andre, der den Gouverneur in Kananga anrief. Dieser war erstaunt darüber, dass das Problem noch immer nicht gelöst ist und versprach sich mit Chef Mungamba in Verbindung zu setzen und in unserem Sinne auf ihn einzuwirken. In Kinshasa hatte Wolfgang ein erfolgreiches Treffen mit dem deutschen Botschafter, Dr. Wolfgang Manig und Herrn Stumpf, zuständig für Entwicklungszusammenarbeit. Beide haben großes Interesse an unserem Projekt gezeigt und boten ihre Unterstützung an. Derweil versuchte Jean in Tshikapa die notwendige Registrierung unseres Grundstücks beim Katasteramt voranzutreiben. Auch dort war man empört über das Verhalten des Chefs Mungamba. Mit diesem neuen Rückenwind sind wir nun bestärkt, dass sich die verfahrene Situation bald auflösen wird.
Viele helfende Hände – wir hoffen auf Besserung
Mai 2014

Wir werden zu einem unerwarteten Baustopp gezwungen

Nachdem das Gerüst unseres neuen Schulgebäudes fertig gestellt war, wollten wir das guterhaltene Wellblechdach eines der alten zusammengebrochenen Lehmgebäude verwenden und als Dach für unser neues Schulgebäude aufsetzen. Dann schaltete sich aber der traditionelle Grand Chief aus Mungamba unerwartet ein, der die Chance witterte, Schmiergeld zu verlangen, damit wir weiter bauen können. Seine Begründung dafür ist so absurd, dass es uns sogar missfällt, diese zu veröffentlichen. Auch vermittelnde Gespräche konnten ihn nicht zur Einsicht bringen, dass er mit seinen Forderungen einen Baustopp erzwingt und dadurch seiner unterstellten Region schadet. Wir versuchen nun über verschiedene Stellen Einfluss auf ihn zu nehmen, sodass wir die Bauarbeiten bald wieder aufnehmen können, um das neue Schulgebäude so schnell wie möglich fertigstellen zu können.  
Wir werden zu einem unerwarteten Baustopp gezwungen
Apr 2014

Das dritte Backsteingebäude entsteht - der Dachstuhl steht

Die Bauphase des dritten Schulgebäudes hat auf dem Gelände südlich von Mushapo begonnen. Das Dach wird zuerst erstellt, damit die weiteren Bauarbeiten in der Regenzeit ungestört weitergehen können. Dieses Gebäude soll 4 neue Klassenzimmer aus Backsteinen auf dem neuen Schulgelände bringen.  
Das dritte Backsteingebäude entsteht - der Dachstuhl steht
Mär 2014

Neue Baupläne für die nächsten Backsteingebäude

Wir planen, wie die nächsten 2 Backsteingebäude in Mushapo am kostengünstigsten aufgebaut werden können. Wir entschließen uns zur Variante mit 2 langen Gebäuden mit je 4 Klassenzimmern. Zusammen mit dem bereits bestehenden Backsteingebäude auf unserem Gelände werden die neuen Gebäude eine U-Form bilden. Für dieses Bauvorhaben werden sofort neue Backsteine hergestellt. Männer graben neuen Lehmboden aus, Frauen bringen ihn ins Lagerhaus und dort wird die Erde gepresst. Sobald 4000 Steine gepresst und getrocknet sind, werden sie gebrannt.
Neue Baupläne für die nächsten Backsteingebäude
Feb 2014

Vorbereitungen für den Bau in Mushapo

Um wichtige Vorkehrungen zu treffen, verbringt Jos nach seiner Ankunft im Kongo zunächst einen Monat in Kinshasa. Er besucht dort unsere Freunde und Unterstützer und besorgt neue Materialien und Werkzeuge für Mushapo. Auf dem Weg dorthin, in Tshikapa, besorgt er Lebensmittel für die nächsten Monate. Er wird vom „Denys“ Team nach Mushapo begleitet, damit sie unsere Fortschritte am Projekt selbst sehen können. Mit ihrem LKW transportiert das „Denys“ Team zusätzlich 2000 Liter Trinkwasser, Zement und Diesel für den Generator nach Mushapo. Der Generator benötigte zudem einige Reparaturen, eine neue Batterie und Teile, die nicht einfach da draußen zu finden sind. Kein funktionierender Generator bedeutete für einige Zeit kein Licht abends, keine Aufladung der Batterien, kein Telefon oder Internet-Kommunikation.
Vorbereitungen für den Bau in Mushapo

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